Eichenbaum


Mit seinem reifen, goldbraunen Ton und seiner ausgeprägten Maserung vermittelt Eichenholz eine zeitlose Schönheit, die sich jedem Wohndesign – ob klassisch oder modern – perfekt anpasst. Seine Eleganz täuscht über seine Robustheit hinweg: Kaum ein anderes Holz hat eine höhere Festigkeit und Elastizität. Das macht die Eiche zu einem der beliebtesten Hölzer.


Schon die Kelten und Germanen wie auch Griechen und Römer verehrten die Eiche als heiligen Baum. Sie galt ihnen als Sinnbild für Stärke, Ausdauer und ein langes Leben. Sprichwörtlich sind die „Tausendjährigen Eichen“. Die älteste Eiche in Europa soll in Bierbaum in der Oststeiermark stehen. Im Jahre 990 wurde sie zum ersten Mal urkundlich erwähnt und wird auf rund 1.200 Jahre geschätzt. Ihr Stamm misst im Umfang knapp neun Meter.


Jahrhunderte lang bauten die Menschen in Europa ihre Häuser und Schiffe aus Eichenholz. Denn dieses Holz hält jeder Witterung mühelos stand. Selbst die „Säulen von Venedig“ sind aus Eichenholz gemacht und tragen seit mehr 500 Jahren die schönsten Gebäude der Lagunenstadt.


Weltweit gibt es rund 450 verschiedene Eichen-Arten, die sowohl auf dem amerikanischen Kontinent, in Europa und Asien als auch in Nordafrika zu finden sind. In Deutschland sind die Eichen nach den Buchen die häufigste Baumart. Meist wachsen sie in Mischwäldern. Nur selten finden sich größere Eichenwälder. Eichen (lateinisch Quercus genannt) gehören zur Familie der Buchengewächse, den Fagacae. Über die Herkunft des Namens gibt es verschiedene Theorien: Im Germanischen hießen sie Eik, was gleichzeitig auch Baum bedeutete. Andere Quellen verweisen auf das lateinische Wort esca, Speise. Denn mit den Eicheln, den eierförmigen Früchten des Baumes, wurden früher Schweine gemästet.